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Uhrwerke der Natur. Der Phänologie auf der Spur:

Samstag, 09.05.2020
11.00 bis 13.30 Uhr

Im Schlosspark, 45699 Herten

Wie genau sind Vogel- oder Blumenuhr?

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Sonnenblumenbeet im Stadtgebiet. Foto: A. Berg

Bei einer leichten Wanderung durch den Schlosspark Herten und das südlich anschließende Naturschutzgebiet „Emscherbruch“ wird das Phänomen „Zeit“ an zahlreichen Beispielen aus der Natur erklärt.

So kennt die Phänologie, die sich u.a. mit den periodisch wiederkehrenden Entwicklungserscheinungen bei Pflanzen beschäftigt, für den Bereich Westfalen nicht nur vier, sondern insgesamt zehn Jahreszeiten. Und auch das Verhalten vieler Tiere ist jahreszeitlich gesteuert – man denke nur an die alljährliche Wiederkunft der Schwalben.

Anhand einer „Vogeluhr“ lässt sich im wahrsten Sinne des Wortes „die (Armband-) Uhr stellen“; und dem schwedischen Botaniker Carl von Linne soll ein Blick aus dem Fenster seines Arbeitszimmers auf seine "Blumenuhr" genügt haben, um die Uhr bis auf 5 Minuten genau ablesen zu können.

ART DES ANGEBOTS

Tour, Expedition & Führung, zu Fuß (Wanderung)

ZIELGRUPPE

Jedermann & Jedefrau

Veranstalter

Naturparkführer Hohe Mark e. V.

zum Veranstalter

Leitung: Arno Straßmann

Terminbesonderheiten

Verbindliche Anmeldung:

a.strassmann@hohemarkerleben.de  Tel.: 02361. 43051

Treffpunkt: Schloss Herten, Innenburgbereich, Im Schlosspark / Herten

 

Preise/Tickets

Erwachsene 5,00 Euro, Kinder 3,00 Euro

 

Adresse

Schlosspark Herten
Im Schlosspark
45699 Herten

Veranstaltungsort

Die Wehranlage am Fuße des Paschenberges wird erstmals 1376 urkundlich erwähnt. Sie lag auf der östlichen Insel, auf der sich heute die Hauptburg befindet. Den Herren von Herten und Galen folgte das weitverzweigte Geschlecht von Stecke, ehe die Burg 1529 durch Heirat in den Besitz des Bertram von Nesselrode kam. Er spielte als Erbkämmerer des Herzogtums Berg eine politisch bedeutsame Rolle. Nach den Plänen des Baumeisters Henri de Suer ließ er das Haus zu einem vierseitig geschlossenen Kastell mit drei Eckpavillon- Türmen, die heute noch erhalten sind, ausbauen. Aus dieser Zeit datieren auch die Wirtschaftsgebäude der Vorburg. Teile des Nord- und Westfügels wurden 1687 durch Brand vernichtet. Der Ostflügel mit dem großen Saal blieb verschont, die schönen Stuckdecken und perspektivischen Deckengemälde sind noch heute nach sorgfältiger Restaurierung zu bewundern.Obwohl beim Wiederaufbau, der sich bis 1702 hinzog, unter dem Einfluß des Barock Veränderungen vorgenommen wurden, vermittelt das Schloß mit seinen Rundtürmen und den Fialgiebeln einen Eindruck aus der Erbauungszeit und gilt als herausragendes Beispiel für die Architektur im Übergang von der Gotik zur Renaissance. Die Kapelle an der Nordseite der Vorburg, ein dreischiffiges Bauwerk der Spätgotik, wurde 1908 von Schloß Grimberg (Gelsenkirchen) nach Herten versetzt. Der Portalvorbau an der Giebelfront aus dem Jahre 1747 ist eine Zutat nach den Plänen von Johann Conrad Schlaun, dem berühmten Baumeister des westfälischen Barock. Auch das freistehende Torbogenfragment vor der Kapelle - es ist das ehemalige Eingangsportal über der Freitreppe von Schloß Grimberg - ist von Schlaun entworfen.In Verbindung mit dem Schloßausbau 1650 wurden repräsentative Parkanlagen nach französischem Vorbild angelegt. 20 Federzeichnungen des wallonischen Malers R. Roidkin um 1730 geben wertvolle Hinweise auf das damalige Erscheinungsbild des Parkes. Im 2. Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts erfolgte die Umwandlung im Sinne des landschaftlichen Gartenstils. Schöpfer war der bekannte Düsseldorfer Gartendirektor Maximilian Friedrich Weyhe (1775-1846). Der 30 Hektar große Park mit über 200 verschiedenen Baumarten hat überregionale Bedeutung. Berühmt ist die Narzissenwiese zwischen Schloß und Ruine der 1725 erbauten Orangerie. Mehr als eine halbe Million Narzissen, deren Zwiebeln vor über 100 Jahren gesetzt wurden, verwandeln im April die Wiese in ein gelbes Blütenmeer. Die Schloßkapelle aus dem 16. Jahrhundert stammt ursprünglich von Schloß Grimberg und wurde 1908 nach Herten versetzt. Das Grabmal im Innern erinnert an Heinrich Knipping (gest. 1578) und seine Gemahlin Sibilla geb. Nesselrode (gest. 1602). Das prächtige Hauptportal des Schlosses entstand nach dem schweren Brand von 1687 um 1700. 1974 wurden Schloß und Park vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe erworben. Teile des 1981 nach langjähriger Restaurierung der Öfentlichkeit übergebenen Schlosses werden durch das Westfälische Zentrum für Psychiatrie genutzt. ... mehr