Ein Projekt von

Naturerlebnisorte in der Metropole Ruhr

Ort

Halde Schwerin, Hammerkopfturm & Sonnenuhr

Castrop-Rauxel

Sonnenlicht, Zeit und Energie sollen auf dem Plateau der Halde Schwerin in Castrop-Rauxel erlebbar werden. Dazu hat der Bildhauer Jan Bormann 1993 hier eine beeindruckende Sonnenuhr installiert.

Sonnenuhr auf der Halde Schwerin. Foto: RIK/Guntram Walter.
Sonnenuhr auf der Halde Schwerin. Foto: RIK/Guntram Walter

Sonne wirft Schatten auf Schwerin

24 Edelstahlstelen stehen als Stundenstäbe in einem Kreis von 16,5 Meter Durchmesser. Ein zur Erdachse parallel verlaufender Stab, der zusammen mit der 12 Uhr-Stele ein Dreieck bildet, zeigt durch seinen Schattenwurf die Sonnenzeit an. Mit seinem Werk wollte Jan Bormann allerdings mehr schaffen als einen Ort in dem man lediglich die Zeit ablesen kann. Die künstlich geschaffene Landschafts Halde soll für den Besucher ein Raum sein, an dem Sonnenlicht, Energie und Zeit visuell erfahrbar wird. Die Sonnenuhr ist als Ort der Besinnung konzipiert, sie zieht einen magischen Kreis um den Betrachter, als mystisches Symbol einer kosmisch geregelten Weltordnung. Das Gesamtkonzept der Halde wurde von Manfred Walz und Georg Kiefer entwickelt.

Vier Treppen bilden das "Geokreuz"

Auch der Aufstieg auf den Haldengipfel ist symbolträchtig. Vier Treppen, genau nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet, führen auf die Halde und bilden das "Geokreuz". Das Material der Stufen besteht an der Südseite aus Grubenholz und an der Nordseite aus Eisenbahn-Schwellen, sie symbolisieren die Achse der Natur. Von Osten her führt eine Treppe aus Stahlbrammen nach oben und an der westlichen Flanke bestehen die Stufen aus Eisenbahnschienen - aus diesen beiden Treppen wird die Industrieachse gebildet. Die verschiedenen Materialien sollen die Natur-, Menscheits- und Industrie-Geschichte des Ruhrgebiets widerspiegeln.

Das Bergematerial der Halde stammt von der Zeche Garf Schwerin, die bereits 1967 stillgelegt wurde. 1984 gewann die Halde den "Bundeswettbewerb für vorbildliche Gestaltung von Industriegelände". Der Regionalverband Ruhr (RVR) übernahm das Gelände 1989.

Höhe: 147 m ü.NN und ca. 24 m ab Straßenniveau
Größe: 15 ha
Eigentümer: Regionalverband Ruhr

Anfahrt
Bahnhof: 2,9 km bis Castrop-Rauxel Merklinde
Haltestelle: 500 m bis "Overbergstraße", Castrop-Rauxel

Bild:Hammerkopfturm Erin von Weitem Castrop-Rauxel. Foto:RVR

Lage in der
Metropole Ruhr

Kontakt & Info

Zur Sonnenuhr
44577 Castrop-Rauxel

Weitere Informationen

Die Route Industriekultur ist ein Rundkurs durch die Metropole Ruhr und führt zu den Zeugen der industriegeschichtlichen Vergangenheit der Region. Träger der Route ist der Regionalverband Ruhr. ...mehr

 

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